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Auf diesen Kernsatz lässt sich die Aussage verdichten, die JSV-Vorsitzender Heiner Sprau in der Sportausschuss-Sitzung vom 27.05.08 bekannt gab. Zur Erinnerung: Mit dem Bau des Speyerer Sport- und Erlebnisbades bademaxx entstand vereinsintern die Idee, das alte Hallenbad zu einem modernen Judozentrum umzubauen. Der Stadt würden dadurch erhebliche Abrisskosten für das stillgelegte Hal-lenbad erspart bleiben. Dieser Kapitaleinsatz, als Kofinanzierung zur Gewinnung von Landesmittel für die Errichtung eines Landesleistungs-zentrums Judo eingesetzt, war eine tragende Säule des Finanzie-rungskonzeptes. Eine Arbeitsgruppe des Judosportvereins beschäftig-te sich in den letzten zwei Jahren intensiv mit der technischen und kaufmännischen Prüfung dieser verlockenden Idee. Auch Alternativen wie Umbau der Normandhalle und letztendlich ein Hallenneubau wur-den intensiv geprüft.
Der JSV Speyer ist mit nahezu 1.000 Mitglieder wahrscheinlich der mitgliederstärkste Judoverein in Deutschland. In den letzten 15 Jahren ist der JSV von etwa 300 Mitglieder auf diese beachtliche Stärke an-gewachsen. Getragen von einem nachhaltig angelegten und ganzheit-lichem Konzept, ausgehend von einer intensiven Jugend- und Famili-enarbeit, entstand ein umfassendes Angebot an Breitensport-Möglichkeiten. In den letzten Jahren kam hinzu, durch Unterstützung international erfahrener Judoka aus der näheren Umgebung wie Marco Welz und Volker Heyer, ein Durchbruch in den Bereich Leistungssport. Der Aufstieg sowohl der Männer- als auch der Frauenmannschaft in die 2. Bundesliga Süd, wie auch die internationalen Erfolge z.B. von Barbara Bandel und Jasmin Külbs, sprechen hierfür eine deutliche und auch überregional anerkannte Sprache. Sowohl der Olympia-Stütz-punkt Südwest, als auch der Landesauschuss Leistungssport im In-nenministerium
Rheinland-Pfalz wurden auf diese Erfolge nicht nur aufmerksam, sondern haben begonnen auch materiell zu unterstützen. Der Präsident des Deutschen Judobundes Peter Frese war mehrfach in Speyer und unterstützt die hiesigen Bemühungen vorbehaltlos. Mit Unterstützung der Judo-Landesverbände Pfalz und Rheinland ist nun auch das wichtige Attribut eines Landesleistungszentrum Judo für Rheinland-Pfalz in Sichtweite.
Das quantitative und qualitative Wachstum des JSV Speyer ist jedoch mit der bestehenden Hallenkapazität in Speyer nicht mehr weiter ent-wickelbar. Eine nahezu dreistellige Warteliste von Kinder für Anfänger- und Vorschulkurse zeigt deutlich, dass noch ein weiteres Wachstum möglich wäre. Zusätzlich ergeben sich laufend Anfragen aus den Be-reichen Senioren- und Betriebssport, sowie von Sportlern mit Handi-caps, die bisher nur unzureichend erfüllt werden konnten. All dies macht eine eigene Halle mit ganztägigem Nutzungspotenzial dringend erforderlich. Wer jemals an einem Heimkampftag der Bundesliga in der Osthalle anwesend war, erkannte, dass Judo in Speyer keine Rand-sportart mehr ist. Prominente und erfahrene Judovereine sprachen bei ihrem Gastspiel vom Hexenkessel in Speyer"
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Aus der anfänglichen und allseitigen Begeisterung für die Idee einer Folgenutzung des alten Hallenbades entstand jedoch immer stärker eine Skepsis, ob die technischen und finanziellen Risiken für einen Verein mit einem 2/3-Anteil von jugendlichen Mitgliedern zu bewältigen sind. Letztendlich addierten sich die Bedenken der Fachleute sowohl in Speyer als auch in Mainz, so dass der JSV vor kurzem dem OB Schi-neller mitteilte, dass diese lang geprüfte Idee aufgegeben und ersetzt wird. Leicht fiel dies der Arbeitsgruppe dadurch, dass eine viel bessere Alternative sich nun abzeichnet. Der Neubau einer modernen Judohal-le direkt neben dem bademaxx wird nun eindeutig favorisiert. Das nun judomaxx genannte Projekt hat erhebliche Synergiewirkungen. Die verkehrstechnische Anbindung, die Nähe zur Jugendherberge, zum Technik-Museum und zur Innenstadt von Speyer lässt umfangreichen Nutzen nicht nur für den JSV Speyer erwarten. Dies sehen auch die Entscheidungsträger
der Stadt und der Stadtwerke (als Betreiber des bademaxx) sehr deutlich und haben ihre kreative und konstruktive Mit-arbeit bei der Projektentwicklung eingebracht. Zwischenzeitlich ist die I-dee soweit herangereift, dass die JSV-Aktiven die Öffentlichkeit über die Pläne detaillierter informieren kann. Die JSV-Gremien werden in Kürze darüber zu entscheiden haben. Natürlich sind noch viele Hürden zu überwinden - aber davor schreckt ein echter Judoka nicht zurück. Ob dies dabei immer nur judo-typisch, also im sanften Weg", zu meis-tern sein wird, wird sich zeigen.
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