Seminar „Besser Reiten - für Fortgeschrittene
mit Christoph und Christian Hess
im Reit- & Fahrverein Ludwigshafen!


28. Mai 2009


Am 27. Mai 2009 präsentierte die Deutsche Akademie des Pferdes den Lehrgang "Besser Reiten - für Fortgeschrittene" mit Christoph Hess und seinem Sohn Christian Hess für den Springpart, auf der Anlage in Oggersheim.
Von 17 - 21 Uhr wurde praxisnah und sehr verständlich auf Probleme von Reiter und Pferd eingegangen!


Christoph Hess, geb. 1950, studierte Diplompädagogik, Schwerpunkt Erwachsenenbildung in Hannover, Göttingen und Oldenburg. Seit 1978 arbeitet er bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), war dabei 18 Jahre lang Leiter des Bundesleistungszentrums des DOKR und ist Leiter der Abteilung Ausbildung und des Bereichs Persönliche Mitglieder der FN. Außerdem ist Christoph Hess internationaler Dressur- und Vielseitigkeitsrichter und Berufsreitlehrer

Christian Hess, international erfolgreicher Springreiter, war nach seiner Ausbildung in Warendorf einige Zeit im Stall Schockemöhle. Bei Otto Becker (Trainer Deutsche Springreiterequipe) war er Chefbereiter. Der Pferdewirtschaftsmeister und Träger des goldenen Reitabzeichens arbeitet für den Holsteiner Zuchtverband. Dort ist er für die Betreuung der internationalen Kunden in Elmshorn und Neumünster mit verantwortlich.


Vor 70 angereisten Zuschauern startete das Seminar mit der Begrüßung der Gäste durch die Präsidentin Angela Mackrott. Herr Hess freute sich sehr über die Einladung nach Ludwigshafen, wohnt doch in der Nähe der Altbundeskanzler und ist eines der besten Weinbaugebiete Deutschlands angesiedelt. Auch an die Organisatorin Frau Christa Stengel (PM) und den neuen Reitlehrer Herr Christoph Ebnet richtete er sein Wort.


Das Seminar richtet sich an turnierorientierte, fortgeschrittene Reiter beziehungsweise an Ausbilder, die mit weiter ausgebildeten Reitern und Pferden arbeiten. Christoph Hess spricht aber auch Probleme an, die in der Grundausbildung liegen oder in speziellen Problemen der einzelnen Disziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit. Danach zeichnet er schrittweise Lösungskonzepte auf, die auf Durchlässigkeit, Balance und auf Vertrauen zwischen Reiter und Pferd zielen.


Mit insgesamt drei Reitern wurde der Dressurpart anschaulich und praxisnah durchgeführt. Zunächst verschaffte sich Christoph Hess ein Bild von Pferd und Reiter. Interaktiv mit den Zuschauern arbeitete er die positiven und negativen Punkte vor und nach der "Arbeit" heraus. Natürlich schilderten auch die Reiter ihre Probleme in der täglichen Arbeit. In sehr langen Einheiten ging Herr Hess auf die einzelnen Fälle ein und zeigte neue Möglichkeiten für das Training auf. Großen Wert legte er auf die korrekte Zügelführung und Haltung des Pferdes. Auch kleinere Sitzprobleme wurden zum Beispiel durch Veränderung der Bügellänge oder einhändiges Reiten korrigiert. Sehr einfühlsam, humorvoll und mit viel Pferde- und Menschenverstand führte Christoph Hess durch die Trainingseinheiten. Es war sehr schön zu sehen, wie in der Kürze der Zeit das ein oder andere besser funktionierte. Auch vergaß er nie Pferd und Reiter zu loben! Die Tips und Ideen sind mit Sicherheit für die Teilnehmer eine Hilfe für die Zukunft.


Den Springpart übernahm Christian Hess. Mit ursprünglich zwei Teilnehmern demonstrierte er wie man auch Probleme im Springtraining korrigieren kann. Leider fiel das Pferd von Svenja Mackrott wegen einem Problem dann doch aus, was gerade Christian Hess bedauerte, da Casablanca Holsteiner Abstammung ist.
Er wies darauf hin, daß es im Training "zu Hause" nicht um Höchstleistungen geht, sondern um Rittigkeit und Durchlässigkeit des Pferdes. Natürlich erläuterte er, daß gerade auch Springpferde ebenso gut dressurmäßig gearbeitet werden müssen. Auch hier verschaffte er sich erstmal einen Überblick über das Pferd-Reiter-Paar. Nach erarbeiten der positiven und negativen Punkte, wurde in der Trainingseinheit auch erst mal Korrekturen zum Beispiel der Steigbügellänge durchgeführt. Mit viel Gefühl und Sachverstand wurde auf das Temperament und die damit einhergehenden Probleme des Irischen Vollbluts eingegangen. Mit Schmunzeln wurde der Vergleich mit einem Dieselmotor - langsam in der Aufwärmphase, schnell bei Betriebstemperatur - aufgenommen. Mit vielen Übergängen Galopp - Trab, auch am längeren Zügel wurde mit beiden gearbeitet. Auch hier waren in der Kürze der Zeit schöne Ergebnisse zu sehen.


Zum Abschluß dankte Christoph Hess nochmals allen Teilnehmern für die engagierte Mitarbeit und dem Reit- und Fahrverein für die freundliche Begrüßung und das zur Verfügung stellen der Anlage. Auch Uta Gräf, welche sich unter das Publikum gemischt hatte, wurde herzlich begrüßt. Dem Reitlehrer Herrn Christoph Ebnet wünschte er viel Erfolg als Trainer und dankte auch ihm für seinen Einsatz! Als Dankeschön von Seiten des Vereins überreichten Frau Mackrott und Frau Stengel an die Herren Hess ein kleines Weinpräsent (natürlich aus der Pfalz!).

Herzlicher Dank gilt den Reitern und Pferden, welche sich für das Seminar zur Verfügung gestellt haben! Dies war sicherlich keine einfache Aufgabe vor einem großen Publikum sich auch Kritik zu stellen. Die Reiterpaare waren: Andrea Übelein mit Amora, Maria Dziurla mir Dovela, Mona Dausch mit Pik Kavalier, Stephanie Herzog mit Niki und Svenja Mackrott mit Casablanca.
Weitere Infos und Bilder unter www.reitverein-ludwigshafen.de


Text und Fotos: Sandra Böhling, Reit-und Fahrverein Ludwigshafen